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Ausgabe 36/2025
25. September 2025
Sehr geehrte Damen und Herren
 

«In einer Welt, die uns permanent mit Bewegtbildern füttert, wirkt das stille Umblättern einer Seite wie ein Akt des Widerstands.» Die Kolumne von Dirk Stein zum Lesen im Zeitalter von Netflix und TikTok auf der Website der Leipziger Literaturzeitschrift Lesering führt einem vor Augen, dass Lesen das Alpha und Omega ist, die Tiefe unter der Serien-Bilderwelt, der Raum hinter der TikTok-Aufmerksamkeitsökonomie. Aber eben auch kein Entweder-Oder, sondern eine Verstärkung. Die besten Serien laufen nicht der Buchvorlage hinterher, sondern spielen mit ihr. Es ist bestimmt kein Zufall, dass bei den besten Serien oft die Autorinnen und Autoren selber das Drehbuch schreiben. Aktuelles Beispiel ist Jenny Han, deren wunderbare Jugendbuch-Buchreihe «The Summer I turned Pretty» in eine grossartige Streaming-Serie mündete, wo sie selbst als Autorin und Produzentin die Geschichte in Bilder aufspannte und mit Musik unterlegte, deren Texte wiederum zur Handlung beitrugen. Auf TikTok wurden die gewählten Kleiderfarben, Blumensorten usw. auf Hinweise für die tiefere Bedeutung der Geschichte diskutiert. Vor der letzten Folge war die Fangemeinde ganz aufgeregt, ob Jenny Han das Happy-End in der Buchserie beibehalten oder abändern würde. Die Autorin spielte mit dem Hype auf Social-Media, indem sie beide männlichen Hauptfiguren ans Set nach Paris fliegen liess, damit unklar blieb, für welchen der beiden sich die weibliche Hauptfigur entscheiden würde. Ein Spiel auf allen Kanälen. Letzte Woche wurde die letzte Folge gezeigt. Jenny Han hatte nichts geändert. Das war ihr letzter genialer Schachzug: Eine Verneigung vor dem literarischen Vorbild, das Alpha und Omega bleibt.

Ihre Pascale Blatter

 
Gutenberg Buchhandlung
Umzug von Gossau nach Flawil und neues Konzept mit integriertem claro-Laden

Grosse Neuigkeiten aus der Ostschweiz: Mitte August eröffnete die claro gutenberg buchhandlung im historischen Bahnhofsgebäude in Flawil. Das Geschäft ist zur Hälfte Buchhandlung, zur Hälfte Bio-Laden. Die Buchhandlung führt André Wigger mit zwei Buchhändlerinnen, die claro-Abteilung betreut seine Lebensgefährtin Franziska Kissling mit zwei Mitarbeiterinnen.

Dieses besondere Projekt nahm seinen Anfang, weil Franziska Kissling und André Wigger regelmässig im claro in Flawil einkauften und mit den Inhaberinnen ins Gespräch kamen; diese waren auf der Suche nach einer Nachfolge. Franziska Kissling arbeitete zu dieser Zeit, nebst ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin, im claro-Laden in Gossau. André Wigger war bereits seit 10 Jahren Inhaber der Gutenberg-Buchhandlung in Gossau. In den beiden reifte die Idee, die beiden Geschäfte als Shop-in-Shop am neuen, attraktiv gelegenen Standort zu verbinden. André Wigger: «Gerade weil claro in Flawil eine lange Tradition und viel Stammkundschaft und die Gutenberg-Buchhandlung einen guten Namen hat, wollten wir beide Namen beibehalten. Darum heisst das neue Geschäft claro gutenberg buchhandlung.»

André Wigger war vor gut 5 Jahren mit der Gutenberg Buchhandlung bereits innerhalb Gossau umgezogen, weil die Landi und die Post in unmittelbarer Nähe weggezogen waren. Er erzählt: «Am neuen Standort lief es zunächst wieder besser, wir machten auch viele Veranstaltungen, und das ganze Team war hoch motiviert. Aber als die Laufkundschaft auch wegen der schwierigen Verkehrssituation in Gossau wieder langsam nachliess, wollte ich rechtzeitig handeln, obwohl es immer noch erfreulich lief. Es gehört zu meinem unternehmerischen Denken, der Entwicklung immer einen Schritt voraus zu sein.» Der neue Laden, direkt beim Bahnhof und ergänzt durch Bio-Lebensmittel, ist für ihn so etwas wie ein wahr gewordener Traum. «Der Laden ist einfach schön», sagt er. «Und die Lage direkt beim Bahnhof Flawil könnte nicht besser sein.»

In einem der kommenden Schweizer Buchhandel stellen wir das Projekt näher vor.

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Franziska Kissling und André Wigger in ihrem neu eröffneten Laden am Bahnhof Flawil. Foto: Claudia Vamvas
 
SBVV
Pizzaessen am nächsten Dienstag

Es ist wieder Zeit für ein gemeinsames Pizzaessen auf der Geschäftsstelle des SBVV! Das Treffen findet am nächsten Dienstag, 30. September, ab 19 Uhr statt. Eine Anmeldung inklusive Pizza-Bestellung bis am Dienstag um 17 Uhr nimmt das SBVV-Sekretariat via E-Mail entgegen.

 
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EU-Entwaldungsverordnung
EU-Kommission plant erneute Verschiebung

Die Europäische Kommission will den Start der EU-Entwaldungsverordnung um ein weiteres Jahr verschieben. Grund seien Kapazitätsprobleme beim EUDR-Informationssystem, das für die Umsetzung erforderlich ist. Die EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall erklärt in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Umweltausschusses im EU-Parlament, das IT-System brauche zusätzliche Zeit, um die erwartete Menge an Sorgfaltserklärungen zuverlässig verarbeiten zu können. Schon im Oktober 2024 war der Anwendungsstart um zwölf Monate verschoben worden, nachdem zahlreiche Akteure auch aus der Buchbranche mehr Vorbereitungszeit gefordert hatten. Seither sind die Forderungen nach einer inhaltlichen Überarbeitung der Verordnung nicht verstummt: Diskutiert werden etwa eine «Null-Risiko-Kategorie» für bestimmte Länder sowie Vereinfachungen bei der Umsetzung. Die nun geplante Verschiebung auf 30. Dezember 2026 bzw. 30. Juni 2027 (für KMU) ist noch nicht beschlossen. Zunächst müssen EU-Kommission, Europäischer Rat und EU-Parlament darüber beraten. Der SBVV informiert seine Mitglieder bei neuen Entwicklungen im Newsletter und auf der Website.

 
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Sao Paulo, Brasilien
Internationales Treffen der ISBN-Agenturen aus sechs Kontinenten

Dieses Jahr war die Câmara Brasileira do Livro (CBL) Gastgeberin der internationalen Versammlung der ISBN-Agenturen. Die Versammlung fand letzte Woche am 16. und 17. September statt. Im UNIBES Cultural Center in Sao Paulo wurden Vertreterinnen und Vertreter der Agenturen und weitere Teilnehmende aus der Branche aus rund vierzig Ländern und sechs Kontinenten empfangen.

Sevani Matos, Präsidentin der CBL, begrüsste die Gäste. Beat Barblan (USA), Vorsitzender der Internationalen ISBN-Agentur, übergab das Amt an seinen Nachfolger André Breeton (UK und Irland). Während eineinhalb Tagen erhielten die Teilnehmenden vertiefte Einblicke in den brasilianischen Buchmarkt. In einem Workshop wurde, als Grundlage für die neue Strategieplanung der IIA, eine SWOT-Analyse der ISBN erarbeitet.

Vertreterinnen aus der Dominikanischen Republik, Uruguay, Kuba, Namibia und Moldawien präsentierten Projekte und Neuigkeiten ihrer Agenturen. Jedes Land hat eigene Herausforderungen bei der ISBN-Vergabe. So verfügt zum Beispiel die namibische Agentur, wie die Leiterin Victoria Isaacks erklärte, über keine Software für die Zuteilung der ISBN, die Kundinnen und Kunden holen ihre ISBN oft persönlich ab. Die Leiterin der moldawischen Agentur, Renata Cozonac, erklärte, wie in ihrem Land 100 Prozent der Publikationen in der Nationalbibliothek hinterlegt werden – dank sehr strenger Bedingungen bei der Vergabe der ISBN. Es folgten Berichte von Beat Barblan über den ISNI, von Sylvia Smith über das regionale Treffen der ISMN-Agenturen in Zagreb und von Nina Stavisky über Projekte der European and International Booksellers Federation (EIBF).

Gut vertreten waren die lateinamerikanischen Agenturen, die sich im Regionalverband Centro Regional para Fomento del Libro en América Latina y el Caribe (CERLALC) organisieren. José Diego González gab Einblick in ihre Dienstleistungen – eine Software zur Verwaltung der ISBN für die Mitglieder-Agenturen oder die neue Publikation einer umfassenden Umfrage zur Nutzung und Akzeptanz generativer KI im regionalen Verlagssektor.

In den Pausen und beim Essen blieb Zeit für den Austausch, und es war eine Wohltat zu erleben, dass die ISBN nicht bloss ein ISO-Standard ist: Sie verbindet engagierte Buchmenschen rund um den Globus und ist, wie der neue Vorsitzende der IIA in seiner Eröffnungsrede sagte, das Rückgrat der Branche. 2026 wird das ISBN-Treffen in Madrid stattfinden.

Monica Stadler, Leitung ISBN-Agentur beim SBVV

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von links: Victoria Isaacks, Namibia; Kanyoka Ringisayi, Simbabwe; Nina Stavisky, EIBF; Monica Wellmann, Deutschland; Monica Stadler, Schweiz; Sylvia Schmidt, Internationale ISMN-Agentur; Mboni A. Ruzegea, Tansania. Foto: SBVV
 
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Buch der Woche

«Bald wärmer» von Mireille Zindel

Ausgezeichnet mit dem Anerkennungsbeitrag 2025 der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich

Aus der Laudatio: «Manchmal ist einem beim Lesen, als leuchte der Himmel plötzlich blau aus dicken Wolken hervor. Das emotional und intellektuell zutiefst Berührende an dem Buch ist, wie es gelingt, dem ganz konkreten Schmerz und der Trauer einer Mutter um ihr Kind und dessen ungelebtes Leben gerecht zu werden.»

Mirelle Zindel
Bald wärmer
2. Auflage, 244 Seiten, Klappenbroschur
CHF 32.80
ISBN 978-3-290-22073-0
Pano Verlag – Ein Imprint von TVZ

 
Schliessung
Berenberg hört auf

Der Berenberg-Verlag mit Sitz in Berlin schliesst. Das berichtet heute Mittag das Börsenblatt. Mit dem Roman «Wachs» von Christine Wunnicke hat der Verlag aktuell einen Titel auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Der Verleger Heinrich v. Berenberg bezieht sich in seiner Mitteilung auf der Verlagswebsite unter dem Titel «Nach 22 Jahren: Berenberg macht den Laden dicht» gleich zweimal auf den Schweizer Verleger Egon Ammann, der 2010 geäussert habe: «Man kann den Stab weiterreichen. Man kann ihn aber auch vergraben.»

 

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Deutscher Sachbuchpreis
Ausschreibung beginnt

Ab sofort und bis am 21. November können sich SBVV-Mitgliedsverlage mit zwei Titeln aus ihrem Programm für den Deutschen Sachbuchpreis bewerben. Prämiert werden herausragende Sachbücher in deutschsprachiger Originalausgabe, die Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung geben. Die Preisverleihung findet am 8. Juni 2026 in der Elbphilharmonie in Hamburg statt. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Preises.

 
3. TikTokBookAwards
Longlists in sechs Kategorien stehen fest

Zum dritten Mal verleiht TikTok am 18. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die TikTokBookAwards in Kategorien wie beliebteste Autorinnen und Autoren, Creatorinnen und Creatoren, Bestseller des Jahres, Buchverfilmungen (neu), Verlage, Indie-Buchhandlungen und Bibliotheken der DACH-Region (Bibliotheken sind neu dazugekommen). Die Longlists mit jeweils 8 bis 10 Nominierungen pro Kategorie sowie die Fachjurys wurden diese Woche bekannt gegeben. Der Auswahlprozess kombiniert Fachjury und Community.

Die nominierten Verlage sind Carlsen Hotpot, Coppenrath, Cove, dtv, Forever by Ullstein, Lyx, One, Penguin, Reverie und als einziger Schweizer Verlag Arctis. Bei den Buchhandlungen und Bibliotheken schafften es aus der Schweiz zwei Bibliotheken auf die Longlist: Die Bibliothek Zug und die Bibliothek Lenzerheide. Eine Zusammenstellung sämtlicher Nominierter aus allen Kategorien bietet das Börsenblatt.

 
SBVV-Weiterbildung

Exchange with booksellers from other countries
New Adult in your bookshop
Montag, 3. November, von 19 bis 21 Uhr (online)

Der nächste Austausch im internationalen Kontext dreht sich um New Adult in den Buchhandlungen. Eingeladen sind Andrada Dumitru, leitende Buchhändlerin bei Carturesti Carusel in Bukarest, und Nicole List, Inhaberin der Buchhandlung List in Wien. Buchhändlerinnen und Buchhändler erfahren, welche Ideen zu New Adult die beiden jungen Buchhändlerinnen in Österreich und Rumänien entwickeln und umsetzen und wie das Genre erfolgreich in der eigenen Buchhandlung integriert werden kann.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Schauen Sie herein und lassen Sie sich inspirieren! Der Austausch wird vom Schweizer Bücherbon unterstützt und ist für Sie kostenlos.

 

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Foto: privat

Drei Fragen an ...
Susanne Weibel, Teilnehmerin beim Exchange-Angebot des SBVV

Der SBVV organisiert regelmässig «Exchange with booksellers from other countries», um den weltweiten Austausch unter Buchhändlerinnen und Buchhändlern zu fördern – in der nächsten Ausgabe geht es um New Adult, siehe oben. Zu den Teilnehmenden des Online-Austauschs gehörte bisher immer auch Susanne Weibel, die über viele Jahre die Bildungsabteilung beim SBVV leitete.

Wie stiessen Sie auf dieses Angebot?
Susanne Weibel: Ich habe den Weiterbildungsnewsletter des SBVV abonniert. Während meiner Zeit beim SBVV überlegte ich selber immer wieder, wie man Buchhändlerinnen und Buchhändler für einen grenzüberschreitenden Austausch zusammenbringen könnte. Christoph Hänni hat das nun umgesetzt, und ich fand die Exchanges, an denen ich teilgenommen habe, sehr anregend. Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler, lasst euch das Angebot des Exchange nicht entgehen. Dank der Unterstützung durch den Schweizer Bücherbon ist es sogar kostenlos. Der Blick in die weite Welt des Buchhandels tut gut.

Was tun Sie sonst noch Buchaffines in der Zeit nach der Pensionierung?
Im Rahmen einer Freiwilligenarbeit lese ich Manuskripte oder Exposés, die an den Rotpunktverlag geschickt werden. Ich teile diese Arbeit mit einer anderen Frau. Wir lesen beide dieselben Texte, tauschen uns dann aus und schreiben kurze Beurteilungen. Danach treffen wir uns mit der Lektorin Anina Barandun im Verlag. Sie entscheidet dann, welche Texte sie weiterverfolgen will. Diese Arbeit fordert mich heraus, und es ist schön, immer wieder etwas Verlagsluft zu schnuppern.

Wo sind Sie ausserdem in der Branche unterwegs?
Als Mitglied der Stipendienkasse bin ich noch eng mit der Branche verbunden. Und unterwegs in der Branche bin ich sprichwörtlich: einmal im Jahr besuchen wir zu Dritt eine Buchhandlung in der Schweiz. Bis jetzt waren wir in Stäfa, in Lenzburg und dieses Jahr in Zofingen. Im nächsten Frühjahr geht die Reise nach Appenzell zu Carol Forster. In meinem Wohnort Eglisau gründete ich nach der Pensionierung eine Lesegruppe, wo wir uns alle sechs Wochen intensiv über ein Buch austauschen, mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Und in der Schule bin ich einmal pro Woche als «Seniorin im Klassenzimmer» aktiv. Dort fällt mir oft die Aufgabe zu, mit einem Kind zu lesen. Am Samstagmorgen gibt es den «Saturday English Club», der sich in einem Restaurant trifft. Dank der regelmässigen Übung lese ich wieder englische Bücher. Jetzt im Moment ist es «Flashlight» von Susan Choi, nominiert für den Booker-Prize. – Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Dinge fallen mir ein.

 
Claras Preis
Zwei Gewinnerinnen aus der Schweiz

Zehn Jugendliche aus Deutschland, der Schweiz und Irland gewannen Claras Preis, den Kurzgeschichten-Wettbewerb für 13-bis 17-Jährige. Schirmherrin ist Cornelia Funke, welche die Preisträgerinnen einladen wird – Fotos vom Schreib-Workshop-Preis in der Toskana sind auf der Website von Claras Preis zu bestaunen. Aus der Schweiz gewannen Megan Haymoz, Fribourg (sie ist nicht auf dem Foto, sondern in der Liveschaltung dabei) und Noémie Meier, Bremgarten bei Bern, 2. von rechts. In der Liveschaltung auf dem Monitor ist Cornelia Funke zu sehen.

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Foto: Claras Preis
 

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Literaturtage Zofingen
Literatur aus den Philippinen

Die Literaturtage in Zofingen vom Freitag, 24., bis Sonntag, 26. Oktober, widmen sich traditionell dem Gastland der Frankfurter Buchmesse. Dieses Jahr sind das die Philippinen. Das Programm 2025 mit Literatur aus den Philippinen ist auf der Website des Festivals veröffentlicht, Programmleiterin ist Julia Knapp. Die Eröffnung des Festivals findet am Freitag, 24. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus statt, mit Stella Cruz und einem anschliessenden Apéro riche. Am Samstag und am Sonntag wird ein vielfältiges Eintauchen in das Themenfeld Literatur und Philippinen geboten:

Am Mittag lädt das Literaturcafé zur Verpflegung ein, am Samstagabend gibt es ein gemeinsames Essen mit «Kainan na!!»mit anschliessendem Kinoabend: «The woman in the septic tank» von Marlon Rivera.

 
Jonathan-Swift-Preis
Zürcher Jury ehrt Arnon Grünberg

Der internationale Jonathan-Swift-Preis für satirische und komische Literatur geht an den niederländischen Autor Arnon Grünberg. Die Jury, bestehend aus dem Verlagsleiter Dirk Vaihinger, der Buchhändlerin Ursula Zangger und dem Literaturwissenschaftler Thomas Strässle, schreibt: «Arnon Grünberg treibt den literarischen Humor auf seine groteske Spitze: sein Werk ist lustig und verstörend, witzig und bedrängend zugleich.» Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert. Er wird am Sonntag, 9. November, um 11 Uhr im Literaturhaus Zürich verliehen.

 
Preise und Shortlist

Auf der Shortlist für den Berliner Verlagspreis 2025 stehen sechs Verlage: BeBra, Das Gramm, Favoritenpresse, Kraus, März und Shift Books.

Für den Publikumspreis des Bayrischen Buchpreises nominiert sind: «Halbinsel» von Kristine Bilkau, Luchterhand; «Pi mal Daumen» von Alina Bronsky, Kiepenheuer & Witsch; «Mama, bitte lern Deutsch» von Tahsim Durgun, Droemer; «Wackelkontakt» von Wolf Haas, Hanser; «Für Polina» von Takis Würger, Diogenes. Abgestimmt wird unter bayern2.de/publikumspreis.

Auf der Shortlist für den Ilse-Schwepcke-Preis, verliehen für weibliche Reiseliteratur, stehen je vier deutsch- und englischsprachige Titel. Deutsch: «Bitteres Blau» von Maike Albath, Berenberg; «Am Rande» von Regina Hilber, Theodor Kramer Gesellschaft; «Nachtzugtage» von Millay Hyatt, Friedenauer Presse; «Mein Spitzbergen» von Birgit Lutz, mare. Englisch: «One Ukrainian Summer» von Viv Groskop, Ithaka Press; «Anima» von Kapka Kassabova, Penguin; «One Woman Walks Europe» von Ursula Martin, Honno Press; «Dust and Pomegranates» von Victoria Whitworth, Apollo.

Der Franz-Tumler-Literaturpreis für ein Debüt geht an «Alles, was du wolltest» von Christina König, Otto-Müller-Verlag. Die Jury würdigt den Roman als eine alltägliche Geschichte, die auf höchst originelle Art erzählt werde.

Mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet wird der literarische Essay «Dinosaurierkind» von Maryam Aras, Claassen. Darin erzählt die Kölner Autorin die Geschichte von iranischen Dissidenten, die wie ihr Vater in den 1950er-Jahren aus dem Iran flohen und ihr politisches Engagement im deutschen Exil fortsetzten.

Der ZukunftErbe-Preis, verliehen vom Land Sachsen und der Stiftung für Erinnerung, Begegnung und Integration, geht an das Buch «Bis ans Meer» von Peggy Patzschke, Rütten & Loening Berlin. Der Roman basiert auf der Geschichte ihrer Vorfahren.

 
Diverse Meldungen

Ausschreibung: Die Stadt Hameln schreibt den Rattenfänger-Literaturpreis aus für Bücher, die zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. Dezember 2025 veröffentlicht wurden. Weitere Informationen mit Anmeldebogen finden sich auf der Website des Preises.

Buchblogs: «Der-Kaffeehaussitzer»-Blogger Uwe Kalkowski stellte für das Börsenblatt zehn aktuelle Buchblogs vor.

Medientipp: Der Schweizer Buchblogger Josia Jourdan hat neu eine monatliche Kolumne beim Magazin BuchMarkt, sie heisst «Josias Branchenblick». Der Auftakt bildet die Kolumne: «New Adult ist tot – und was die Branche daraus lernen sollte.»

 
Personalia

Droemer Knaur: Duygu Maus hat bei der Verlagsgruppe in München die Programmleitung der Knaur Belletristik übernommen. Sie begann ihre Laufbahn bei Heyne, bevor sie als Übersetzerin nach Grossbritannien ging.

 
Schulstart in Bern und Winterthur

Und das Beste zum Schluss: 51 lesefreudige Menschen haben dieses Jahr in der Deutschschweiz ihre Lehre als Buchhändler-/in EFZ begonnen! Wir wünschen den Lernenden und ihren Lehrbetrieben sowie den Lehrerinnen und Lehrern einen guten Start!

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Alle Fotos: zVg
 
SRF-Bücherliste

Radio SRF 2 Kultur

Passage, Freitag, 26. September, 20 Uhr und
Sonntag, 28. September, 15 Uhr (Wiederholung)
«Im Gespinst in dem ich wohne. Schlaflieder, Liebesgedichte, Seuchentexte» von Endo Anaconda, Der gesunde Menschenversand

Kulturplatz Talk, Dienstag, 30. September, 9 Uhr
«Im Gespinst in dem ich wohne. Schlaflieder, Liebesgedichte, Seuchentexte» von Endo Anaconda, Der gesunde Menschenversand

Literaturclub: Zwei mit Buch, Sonntag, 5. Oktober, 11 Uhr
«Let’s Talk About Feelings» von Leif Randt, Kiepenheuer & Witsch

Kultur kompakt
«The Secret of Secrets» von Dan Brown, Lübbe
«Die Rheinreise» von Ann Schlee, DuMont
«Klasse. Die Entstehung von oben und unten» von Hanno Sauer, Piper
«Im Gespinst in dem ich wohne. Schlaflieder, Liebesgedichte, Seuchentexte« von Endo Anaconda, Der gesunde Menschenversand
«Für den Bruchteil einer Sekunde» von Guy Delisle, Reprodukt
«Furye» von Kat Eryn Rubik, DuMont
«Essen» von Alina Bronsky, Hanser Berlin
«Humus» von Gaspard Koenig, Matthes & Seitz
«Eine Chance ist dein höchstens spatzengrosser Vogel» von Yulia Marfutova, Rowohlt

Radio SRF 1

BuchZeichen, Dienstag, 30. September, 20 Uhr
«Jenseits der See» von Paul Lynch, Klett-Cotta
«Am Meerschwein übt das Kind den Tod. Ein Nachrough» von Nora Gomringer, Voland & Quist

 
Bestseller der Woche 10/2026
Belletristik Hardcover
 1. Gurt, Philipp:  Mensch töte Dich nicht!
 2. Suter, Martin:  Können Sie mich sehen?
 3. Haller, Christian:  Einfallende Dämmerung
Sachbuch
 1. Pelicot, Gisèle:  Eine Hymne an das Leben
 2. Fischer, Birgit:  Prophezeiungen
 3. von Kürthy, Ildikó:  Alt genug
Kinder- und Jugendbuch
 1. Glättli, Samuel ; Koller, Boni:  Globi bei den Papageien
 2. Glättli, Samuel ; Koller, Boni:  De Globi bi de Papageie
 3. von Schirach, Ferdinand:  Alexander
Belletristik Taschenbuch
 1. Inusa, Manuela:  Leuchtturmtänze
 2. Cavanagh, Steve:  Kill for Me
 3. Dicker, Joël:  Ein ungezähmtes Tier
 Zu den aktuellen Bestsellerlisten >>> 
 
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Lüthy + Stocker AG, Filiale im Grossraum Aarau
sucht nach Vereinbarung
eine:n Stellvertretende Filialleitung 80 - 100 %
Orell Füssli Thalia AG, Filiale Bern Spitalgasse
sucht per 1. November 2025
eine:n Buchhändler:in 80% (a)
Orell Füssli Verlage AG, Zürich
suchen nach Absprache, spätestens aber auf Mitte 2026
eine:n Nachfolger:in Leitung Globi Verlag / Kinderbuchmarken
Schuler Wega Bücher AG, St. Moritz
sucht ab sofort oder nach Vereinbarung
eine:n Detailhandelsfachangestellte:n ca. 50% oder Quereinsteiger:in Buchhandel/Papeterie